Wofür ich kämpfe
Wir haben uns viel zu sehr daran gewöhnt, dass Dinge nicht funktionieren. Dass Unterricht ausfällt, Eltern sich nicht auf die Betreuung ihrer Kinder verlassen können, Beschäftigte trotz harter Arbeit kaum über die Runden kommen und Menschen sich das Wohnen in ihrer eigenen Stadt nicht mehr leisten können. Das alles ist kein Naturgesetz. Es ist auch das Ergebnis politischer Entscheidungen.
Ich gehe nicht in die Politik, um den Menschen zu erklären, warum etwas nicht geht. Politik muss Wege finden, die das Leben der Menschen tatsächlich besser machen. Besonders im Blick habe ich dabei die Menschen, die jeden Tag viel leisten, im Beruf, in der Familie, im Verein oder bei der Pflege von Angehörigen. Sie halten unsere Gesellschaft am Laufen und müssen sich darauf verlassen können, dass auch für sie die Dinge funktionieren.
Dafür braucht es klare politische Überzeugungen und den Mut, bestehende Verhältnisse und eingespielte Abläufe infrage zu stellen. An diesem Anspruch orientieren sich meine politischen Ziele.
01
Unsere Schulen brauchen ein Update.
Jedes Kind verdient die besten Bildungschancen – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Dafür brauchen wir mehr Lehrkräfte, eine frühzeitige Förderung und Schulen, die sich auf guten Unterricht konzentrieren können. Bildung muss wieder zuverlässig funktionieren.
02
Familien brauchen verlässliche Betreuung.
Wer Kinder hat, muss sich auf Kita und Ganztag verlassen können. Dafür brauchen wir ausreichend Personal, gute frühkindliche Bildung und Betreuungsangebote, die zum Alltag berufstätiger Familien passen. Eltern brauchen Verlässlichkeit statt täglicher Improvisation.
03
Wohnen muss wieder bezahlbar werden.
Ein Zuhause darf kein Luxus sein. Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen, einen wirksamen Schutz vor überhöhten Mieten und bessere Chancen für junge Familien, Wohneigentum zu erwerben. Das Land muss beim Wohnungsbau stärker Verantwortung übernehmen.
04
Sicherheit muss im Alltag spürbar sein.
Alle Menschen sollen sich in ihrem Stadtteil sicher fühlen können – auf Straßen, Plätzen und dem Heimweg. Dafür brauchen wir eine gut ausgestattete Polizei und Justiz, bessere Beleuchtung und öffentliche Räume, die gepflegt und belebt sind. Sicherheit beginnt direkt vor unserer Haustür.
05
Sichere Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen.
Wer jeden Tag hart arbeitet, muss von seinem Einkommen gut leben können. Ich setze mich für sichere Arbeitsplätze, faire Löhne und eine starke Industrie ein. Dafür braucht NRW eine Wirtschaftspolitik, die Beschäftigung sichert und den Wandel in eine klimafreundliche Zukunft aktiv gestaltet.
06
Unsere Städte müssen handlungsfähig bleiben.
Ob Schulen, Straßen, Sportplätze oder öffentliche Plätze: Lebensqualität entsteht vor Ort. Doch unsere Kommunen können ihre Aufgaben nur erfüllen, wenn sie finanziell ausreichend ausgestattet sind. Deshalb kämpfe ich für eine gerechte Finanzierung und mehr Gestaltungsspielraum.
Standpunkt!
01
Unsere Schulen brauchen ein Update.
Als Lehrer erlebe ich jeden Tag, was an unseren Schulen geleistet wird – aber auch, wo unser Bildungssystem an seine Grenzen stößt. Noch immer hängen die Bildungschancen eines Kindes viel zu stark davon ab, in welche Familie es hineingeboren wird. Ich will Schulen, die jedem Kind die Unterstützung geben, die es braucht, um seine Fähigkeiten zu entfalten.
Die jüngsten PISA-Ergebnisse bestätigen, was wir im Schulalltag erleben: In Deutschland erreichen 34 Prozent der 15-Jährigen in Mathematik und 32 Prozent im Lesen das Mindestniveau nicht. NRW liegt im INSM-Bildungsmonitor 2026 auf Platz 14 von 16 Bundesländern. Damit dürfen wir uns nicht abfinden.
Unser Bildungssystem braucht ein Update. Viele seiner Grundstrukturen stammen aus dem 19. Jahrhundert und halten mit den Anforderungen unserer Zeit nicht mehr Schritt. Ich will Ordnung in den Schul-Dschungel bringen: verständliche Regeln, weniger Bürokratie, zeitgemäße Lehrpläne und mehr Raum für individuelle Förderung.
Spürbare Unterstützung für besonders belastete Schulen: Wo Kinder besonders viel Unterstützung brauchen, müssen Schulen mehr Personal und Geld bekommen. Konkret heißt das: zusätzliche Lehrkräfte, mehr Schulsozialarbeit und weitere pädagogische Fachkräfte. So werden kleinere Lerngruppen, zusätzliche Förderstunden und eine bessere Begleitung von Kindern und Familien möglich.
Mehr Lehrkräfte – weniger Unterrichtsausfall: Im Juni 2026 waren in NRW knapp 8.000 Stellen einschließlich Vertretungsstellen unbesetzt. Im ersten Schulhalbjahr 2025/26 fielen 4,4 Prozent der Unterrichtsstunden ersatzlos aus. Den Lehrkräftemangel können wir nicht über Nacht beheben. Kurzfristig müssen Verwaltungs- und IT-Fachkräfte die Lehrkräfte entlasten und Seiteneinsteiger besser qualifiziert und begleitet werden. Gleichzeitig brauchen wir eine praxisnähere Lehrkräfteausbildung und Bedingungen, die Menschen im Beruf halten.
Früh fördern, gut in die Schule starten: Sprachförderung muss bereits in der Kita beginnen. Verpflichtende Sprachtests ab viereinhalb Jahren müssen zeigen, welche Unterstützung ein Kind braucht – und zu einem individuellen Förderplan führen. Ein Chancenjahr im letzten Kita-Jahr bereitet Kinder gezielt auf die Schule vor, bei ausgeprägtem Sprachförderbedarf mit verbindlicher Teilnahme und zusätzlichem Fachpersonal.
Echte Lernmittelfreiheit – auch digital: Arbeitshefte, Kopiergeld, Taschenrechner, Tablet und Lernsoftware: Für Eltern summieren sich die Schulkosten Jahr für Jahr. Ein verpflichtendes Tablet darf keine zusätzliche finanzielle Hürde sein. Ich will, dass notwendige Lernmittel kostenfrei bereitgestellt werden. Das baut Bürokratie und Ungerechtigkeiten ab. Alle Kinder müssen im Unterricht die gleichen Möglichkeiten haben – unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern.
Kostenloses Mittagessen und ein stärkerer Ganztag: Ein gesundes, kostenloses Mittagessen gehört für mich zu einem guten Schultag. Das sollte ein Ziel sein. Den Ganztag soll das Land verlässlich finanzieren und mit genügend qualifiziertem Personal ausstatten.

02
Familien brauchen eine verlässliche Betreuung.
Als Wer Familie und Beruf unter einen Hut bringen muss, braucht verlässliche Kinderbetreuung. Kurzfristige Kürzungen und Schließungen bringen den Alltag durcheinander. Ich setze mich für Kitas ein, die Kinder bestmöglich fördern, Eltern entlasten und Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen bieten.
Größere Gruppen und weniger verbindliche Fachkraftzeiten sind für mich der falsche Weg. Das von Schwarz-Grün beschlossene Kern- und Randzeitenmodell ermöglicht ab August 2027 in Randzeiten einen geringeren Einsatz pädagogischer Fachkräfte. Kinder brauchen aber während des gesamten Betreuungstages gute pädagogische Begleitung.
Kitas vollständig und verlässlich finanzieren: Jede Einrichtung braucht eine feste Grundfinanzierung, die ihre tatsächlichen Personal- und Betriebskosten berücksichtigt – auch bei schwankenden Belegungszahlen. Das schafft Planungssicherheit und entlastet Kommunen und Träger.
Genügend Plätze und weniger Betreuungsausfälle: Für den bedarfsgerechten Ausbau der Kita-Plätze mache ich mich stark. Kommunal organisierte Vertretungsteams sollen bei Personalausfällen einrichtungsübergreifend einspringen, damit vereinbarte Betreuungszeiten verlässlich nutzbar bleiben.
Qualität – Chancenjahr statt ABC-Klassen: Kinder brauchen kleinere Gruppen, vertraute Bezugspersonen und genügend qualifizierte Fachkräfte. Ich setze mich für ein Chancenjahr im letzten Kita-Jahr ein, das Kinder in ihrer vertrauten Umgebung gezielt sprachlich, sozial und motorisch auf die Schule vorbereitet.
Mehr Fachkräfte gewinnen und halten: Dafür brauchen wir mehr bezahlte Ausbildungsplätze, qualifizierten Quereinstieg und bessere Arbeitsbedingungen. Alltagshelfer und Verwaltungskräfte sollen die Teams dauerhaft entlasten, damit mehr Zeit für Kinder bleibt.
Belastete Kitas unterstützen und Familienzentren stärken: Wo Kinder besonders viel Unterstützung brauchen, muss zusätzliches Geld für Personal, Förderung und Beratung ankommen. Schwarz-Grün darf dafür nicht den Ausbau der Familienzentren stoppen. Für eine verlässliche Finanzierung beider Aufgaben setze ich mich ein.
Ein weiteres Kita-Jahr beitragsfrei: Auch das drittletzte Jahr vor der Einschulung soll beitragsfrei werden. Gemeinsam mit der NRWSPD kämpfe ich dafür, Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen rasch zu entlasten und bis 2032 alle Kita-Gebühren abzuschaffen. Dazu gehört für mich auch ein gesundes, kostenloses Mittagessen.

03
Wohnen muss wieder bezahlbar sein.
Neben den hohen Energiepreisen machen es steigende Mieten und hohe Kaufpreise immer schwieriger, eine passende Wohnung zu finden oder sich die eigenen vier Wände zu ermöglichen. Ich setze mich dafür ein, dass auch Menschen mit normalen Einkommen in Lünen, Selm und Werne ein bezahlbares Zuhause finden.
Unter Schwarz-Grün verliert NRW weiter Sozialwohnungen: Allein 2024 sank der Bestand öffentlich geförderter Mietwohnungen um rund 8.700 auf etwa 414.000. Das Land muss mehr Verantwortung übernehmen, damit dauerhaft bezahlbarer Wohnraum entsteht.
Familien den Weg ins eigene Zuhause erleichtern: Der Wunsch nach selbstgenutztem Wohneigentum darf nicht allein am fehlenden Eigenkapital scheitern. Ich mache mich für gezielte Zuschüsse und günstige Förderdarlehen stark, die insbesondere Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unterstützen.
Wohnungsneubau verlässlich fördern: Zinsgünstige Kredite und planbare Förderprogramme sollen mehr bezahlbare Bauvorhaben ermöglichen. Auch durch Umbauten, Aufstockungen und die Nutzung leerstehender Gebäude können zusätzliche Wohnungen entstehen.
Mehr Sozialwohnungen schaffen: Gemeinsam mit der SPD setze ich mich für mindestens 25.000 neue mietpreisgebundene Wohnungen jährlich in NRW ein. Mehr Förderung und längere Mietpreisbindungen sollen dafür sorgen, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht und langfristig erhalten bleibt.
Eine Landeswohnungsbaugesellschaft aufbauen: Ich setze mich für eine landeseigene Gesellschaft ein, die selbst bezahlbare Wohnungen schafft und Kommunen bei Planung, Finanzierung und Bau unterstützt. Gerade auf ehemaligen Industrieflächen können so neue Wohnquartiere entstehen.
Mehr Wohnraum für Azubis und Studenten: Bezahlbare Wohnheime und kleine Wohnungen erleichtern den Start in Ausbildung und Studium. Dafür müssen Neubau, Umbau und Modernisierung solcher Angebote stärker gefördert werden.
Bezahlbares Bauland sichern: Ein Bodenfonds des Landes soll Kommunen helfen, Grundstücke für bezahlbaren Wohnungsbau bereitzustellen. Über das Erbbaurecht können diese langfristig zur Bebauung vergeben werden und gleichzeitig in öffentlicher Hand bleiben.
Mieter wirksam schützen: Ich kämpfe für einen Mieterschutz, der alle nachweislich angespannten Wohnungsmärkte erreicht. Dazu gehören eine wirksame Mietpreisbremse, klare Grenzen für Mieterhöhungen und Schutz vor spekulativer Verdrängung.

04
Sicherheit muss im Alltag spürbar sein.
Wer sich auf dem Heimweg, am Bahnhof oder im eigenen Stadtteil unsicher fühlt, verliert ein Stück Lebensqualität und Freiheit. Der Schutz vor Gewalt und Kriminalität darf nicht vom Einkommen oder Wohnort abhängen. Deshalb mache ich mich für eine Politik stark, die Sorgen ernst nimmt, Straftaten konsequent verfolgt und dort ansetzt, wo Gewalt und Kriminalität entstehen.
Kommunen stärken – Sicherheit vor Ort ermöglichen: Lünen, Selm und Werne brauchen verlässliche Finanzen, damit genügend Personal im Ordnungsdienst, gepflegte Plätze und funktionierende Beleuchtung selbstverständlich werden. Das Land muss unseren Städten die Mittel und Handlungsspielräume geben, um Probleme vor Ort wirksam anzugehen.
Angsträume entschärfen – gemeinsam mit den Menschen: An Bahnhöfen, in Parks und auf öffentlichen Plätzen können bessere Beleuchtung, übersichtliche Wege und eine regelmäßige Pflege viel verändern. Bei gemeinsamen Sicherheitsrundgängen sollen insbesondere Frauen ihre Erfahrungen einbringen. Mit meiner Aktion „Mehr Licht ins Dunkel bringen“ greife ich bereits Hinweise auf Orte auf, an denen sich Menschen unsicher fühlen.
Polizei vor Ort stärken: Unsere Polizei braucht ausreichend Personal, moderne Ausstattung und Zeit für Präsenz im Stadtteil. Mit der Polizeischule in Selm-Bork liegt ein wichtiger Standort der polizeilichen Aus- und Fortbildung direkt in meinem Wahlkreis.
Prävention ausbauen – Jugendliche stärken, Gewalt verhindern: Jugendzentren, Schulsozialarbeit und aufsuchende Jugendarbeit brauchen eine verlässliche Finanzierung. Schulen, Jugendhilfe und Polizei müssen enger zusammenarbeiten, damit gefährdete Jugendliche früh Unterstützung bekommen. Ebenso wichtig sind Beratungsangebote und ausreichend Schutzplätze für Frauen und Kinder, die Gewalt erleben.
Justiz stärken – Verfahren beschleunigen, Recht durchsetzen: Gerichte und Staatsanwaltschaften brauchen genügend Personal und eine funktionierende digitale Ausstattung. Straftaten müssen zügig aufgeklärt, Verfahren sorgfältig abgeschlossen und rechtskräftige Urteile durchgesetzt werden. Dazu gehören wirksamer Opferschutz und eine Resozialisierung, die erneute Straftaten verhindert.

05
Sichere Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen.
In meiner Familie wissen wir, wie wichtig ein sicherer Arbeitsplatz und ein verlässliches Ei Editor-Arbeitsfläche ie Industrie hat unsere Region geprägt, Wohlstand geschaffen und vielen Menschen den sozialen Aufstieg ermöglicht. Ich setze mich dafür ein, dass das auch in Zukunft möglich bleibt – mit guten Löhnen, sicheren Arbeitsplätzen und einer Wirtschaft, die den Wandel gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet.
Industriearbeitsplätze sichern, Zukunftsinvestitionen ermöglichen: NRW muss Industrieland bleiben. Mit einem Transformationsfonds soll das Land Unternehmen bei Investitionen in moderne, klimafreundliche Produktion unterstützen. Öffentliche Förderung muss dabei an verbindliche Zusagen für Standorte und Beschäftigung geknüpft werden.
Klimafreundliche Energie, die bezahlbar bleibt: Erneuerbare Energien, Netze und Speicher müssen schneller ausgebaut und die Wasserstoffversorgung für die Industrie vorangebracht werden. Ich mache mich für bezahlbare Energie für Haushalte und wettbewerbsfähige Strompreise für Unternehmen stark. Dazu gehört ein gezielter Industriestrompreis für besonders energieintensive Betriebe.
Tarifbindung und Mitbestimmung stärken: Wer arbeitet, verdient faire Bezahlung und verlässliche Arbeitsbedingungen. Öffentliche Aufträge von Land und Kommunen müssen deshalb an tarifliche Bezahlung geknüpft werden. Betriebsräte und Gewerkschaften sollen den Wandel mitgestalten, damit Veränderungen gemeinsam mit den Beschäftigten angegangen werden.
Ausbildung und Weiterbildung ausbauen: Junge Menschen brauchen einen guten Einstieg ins Berufsleben. Dafür setze ich mich für mehr Ausbildungsplätze und gut ausgestattete Berufskollegs ein. Wir müssen die duale Ausbildung stärken und den Übergang von Schule in den Beruf erleichtern. Wer bereits arbeitet, muss sich weiterqualifizieren können, damit neue Technologien berufliche Perspektiven eröffnen.
Kommunen stärken und Infrastruktur modernisieren: Unternehmen und Beschäftigte brauchen funktionierende Straßen, Brücken und Schienen sowie schnelles Internet. Unsere Städte müssen finanziell in die Lage versetzt werden, ihre Infrastruktur zu erhalten und zu modernisieren. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen einfacher und schneller werden.

06
Unsere Städte müssen handlungsfähig.
Lünen, Selm und Werne sind unser Lebensmittelpunkt. Ob wir hier gerne leben, entscheidet sich an funktionierenden Schulen, gepflegten Parks, verlässlichen Busverbindungen und Orten, an denen Menschen zusammenkommen. Lebenswerte Städte sind für mich ein Querschnittsthema: Hier greifen Bildung, Wohnen, Mobilität, Sicherheit und Zusammenhalt ineinander.
Doch unsere Kommunen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Nach der aktuellen Haushaltsumfrage können 2026 nur noch sieben von 396 Städten und Gemeinden ihre laufenden Aufwendungen durch entsprechende Erträge decken. Das zeigt ein strukturelles Finanzierungsproblem. Die bisherige Unterstützung der schwarz-grünen Landesregierung reicht nicht aus. Für mich ist das auch ein Demokratieproblem: Menschen müssen erleben können, dass Politik vor Ort etwas gestalten und ihren Alltag verbessern kann.
Kommunen dauerhaft finanziell stärken: Unsere Städte brauchen einen größeren Anteil an den Steuereinnahmen des Landes und mehr Entlastung bei Sozialausgaben und Altschulden. Neue Aufgaben müssen verlässlich finanziert werden. So entstehen Spielräume, um Angebote zu erhalten und notwendige Verbesserungen umzusetzen.
Mehr Mittel aus dem Sondervermögen weitergeben: Gemeinsam mit der NRWSPD setze ich mich dafür ein, mindestens 80 Prozent des NRW-Anteils pauschal für kommunale Investitionen bereitzustellen. Schwarz-Grün sieht dafür bislang nur rund 47 Prozent vor; weitere Mittel sind an Förderprogramme gebunden. Unsere Städte brauchen mehr eigene Entscheidungsmöglichkeiten und weniger aufwendige Antragsverfahren.
Grünflächen, Spielplätze und Sportanlagen modernisieren: Gepflegte Parks, attraktive öffentliche Plätze und gute Sportmöglichkeiten schaffen Lebensqualität für Jung und Alt. Dazu gehören barrierefreie Wege, Sitzgelegenheiten und mehr Bäume, die im Sommer Schatten spenden. Das Land muss solche Verbesserungen verlässlich unterstützen.
Kultur, Veranstaltungen und Ehrenamt stärken: Bibliotheken, Musikschulen, Kulturveranstaltungen und Stadtteilfeste bringen Menschen zusammen. Ich mache mich für eine verlässliche Förderung und einfachere Verfahren stark, damit Vereine und ehrenamtlich Engagierte ihre Ideen vor Ort verwirklichen können.
Treffpunkte für Jugendliche schaffen: Jugendliche brauchen eigene Räume, gut ausgestattete Jugendzentren und Freizeitangebote, die sie sich leisten können. Ebenso wichtig sind Bürgerhäuser und wohnortnahe Treffpunkte für ältere Menschen. Junge und ältere Menschen sollen an der Gestaltung ihrer Stadtteile beteiligt werden.
Im Alltag gut unterwegs sein: Bus und Bahn müssen zuverlässig fahren – auch abends und am Wochenende. Dazu gehören barrierefreie Haltestellen, gute Anschlüsse sowie sichere Fuß- und Radwege zwischen unseren Stadtteilen und Städten. Dafür brauchen die Kommunen eine verlässliche Unterstützung des Landes.

